O wie Öl

Warum Öl und nicht Fett? Was man erwarten kann und worauf es ankommt.

Sowohl Fette als auch Öle gehören zur chemischen Gruppe der Lipide. Der Unterschied zwischen Öl und Fett ist, dass Öl  bei Raumtemperatur flüssig, Fett dagegen fest ist. Fette sind wichtig für den Körper. Sie übernehmen zahlreiche Aufgaben wie das Liefern von hochverfügbarer Energie (doppelt so viel wie Kohlehydrate, oder Eiweiße), sie sind Lösungsmittel für fettlösliche Stoffe (Bsp. Fettlösliche Vitamine), sie dienen als Schutzpolster für innere Organe und das Nervensystem (Bsp Nierenfettkapsel), sie sind ein Isolator gegen Kälte und ein wichtiger Bestandteil von Zellmembranen.

Die meisten Öle werden aus fettreichen Samen und Körnern gewonnen. Die bekanntesten hier sind das Leinöl, Sonnenblumenöl und Rapsöl. Aber auch tierische Öle wie das Lachsöl, oder Mischungen aus Fischölen sind auf dem Markt. Generell gibt es eine Unmenge an verschiedensten Ölen mit unterschiedlichen Einsatzgebieten von rein diätetischer Nutzung, über Entzündungshemmung bis zur äußerlichen Anwendung bei Hautproblemen .

Ölgewinnung

Kaltpressung

Bei der Herstellung von Ölen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Durch „natürliches“  Kaltpressverfahren gewonnene Öle , auch native Öle genannt, dürfen lediglich gefiltert und ggf. gewaschen werden. Hierbei wird  nur eine relativ geringe Ausbeute erzielt.  Allerdings erhält man dafür qualitativ hochwertige Öle, das jeweilige Öl behält sein spezifisches Aroma und sekundäre Inhaltsstoffe.

Warmpressung

Bei der Warmpressung geht auch eine Kaltpressung voraus und sie ergibt einen größeren Ertrag, aber dunkleres Öl. Hier sorgen hohe Temperaturen in Kombination mit hohem Pressdruck für eine Ausbeute von bis zu 85%. Dabei entstehen chemische Verbindungen im Öl, die zum Teil ungenießbar sind. Das so gewonnene Öl wird deshalb in einem weiteren Verarbeitungsschritt gereinigt.

Extraktionsverfahren

Als dritte Möglichkeit gibt es das Extraktionsverfahren. Das Pflanzenöl wird aus dem Zellverband mittels eines Lösungsmittels, meist technisches n-Hexan, herausgelöst. Anschließend klärt man die Öle. Die Ölgewinnung mittels Extraktion ist heute die häufigste Art um Pflanzenöle zu gewinnen und bringt die höchste Ausbeute. Hierbei gehen allerdings der typische Geschmack und das Aroma verloren.

© marilyn barbone „Mixed Herb Leaves“/fotolia.com | © volff „Olive oil flowing from carafe into the spoon“/fotolia.com | © Henry Bonn „Olive oil“/fotolia.com

Worauf kommt es bei Ölen an?

Öle haben die ungute Eigenschaft relativ schnell zu verderben. Sie werden ranzig und bilden Radikale. Deswegen gilt für jedes Öl, möglichst schnell verbrauchen, immer kühl und dunkel lagern. Die Fütterungsmenge muss klar definiert sein. Öl ist sehr energiedicht. Selbst das gesündeste Öl ist ungesund und macht Übergewicht oder Fettdurchfall, wenn man zu viel davon gibt. Zusätzlich muss sich der Körper an eine gesteigerte Menge erst gewöhnen können, also immer langsam anfangen und langsam steigern. Tiere mit Problemen der Bauchspeicheldrüse dürfen nicht übermäsig fettreich ernährt werden. Hier verichtet man auf zusätzliches Öl. Zu beachten gilt auch, bei gewissen Ölen wie zB Nachtkerzen- oder Schwarzkümmelöl gibt es klare Mengenangaben, da zu viel negative Auswirkungen haben kann.

Omega 3 und 6 Fettsäuren im richtigen Verhältnis sind sehr gefragt. Wie bereits im Beitrag zu essentiellen Fettsäuren erwähnt eignet sich zum Füttern vor allem Lein-, Lachs-, Soja- und Rapsöl. Diese haben das meiste Omega 3 und gleichzeitig das beste Verhältnis von Omega 3 zu 6.

Fazit:

Mit dem richtigen Öl kann man seinem Tier etwas wirklich Gutes tun. Man darf nicht vergessen, viel Öl bedeutet viel Energie/Kalorien. Achte deswegen immer auf die tatsächlich nötige Menge, die dein Tier braucht.

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