Öl für Hunde: Welches am besten wofür?

Öl in der Hundefütterung ist nichts neues mehr und das ist auch gut so. Dadurch bietet sich uns ein riesiges Feld an verschiedenen Sorten und verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten. Die wichtigsten werden wir heute behandeln.

Diätätische Nutzung von Ölen

Hund, Bordercollie, Hund schleckt sich das Maul

Öle bewähren sich seit längeren in der speziellen Ernährung von Hunden. Durch die enthaltenen essentiellen Fettsäuren bieten sie eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten um das Wohlbefinden deines Hundes zu Verbessern und ihn zu unterstützen. Dabei muss allerdings auf die Art des Öls, seine Herstellung und die verfütterte Menge geachtet werden. Mehr dazu findest du weiter unten. Zuallererst widmen wir uns aber den möglichen Einsatzgebieten.

In der folgenden Liste siehst du zunächst eine Übersicht der möglichen Einsatzgebiete, bei denen Öle Unterstützen können:

Die Grundvoraussetzung. Das haben alle Öle gemeinsam:

Öle wie auch Fette zählen zur Gruppe der Lipide. Erstens liefern diese dem Körper hochverfügbarer Energie (doppelt so viel wie Kohlehydrate, oder Eiweiße), sie sind Lösungsmittel für fettlösliche Stoffe (Bsp. Vitamin A und D) und helfen beim Transport zahlreicher Substanzen im Körper.
Zweitens dienen sie – eingelagert im Gewebe – als mechanische und thermische Schutzpolster für innere Organe und bilden mit Eiweiß zusammen die Myelinschicht um die Nerven.
Drittens dienen sie der Haut und Zellmembranen, denn diese können nur korrekt funtktionieren, wenn Lipide vorhanden sind.

Lipide – und damit Öle – sind von großer Wichtigkeit für den gesamten Körper!

Für jedes Problem ein Kraut gewachsen. Oder: welches Öl wofür?

(c) NY Studio/shutterstock.com, LEXA Dog naturbelassene Öle, Hanföl, Schwarzkümmelöl, Leinsamenöl, Nachtkerzenöl, kaltgepresst,

Schwarzkümmelöl

  • Liefert viele essentielle, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, v.a. Linolsäure
  • Kann sich positiv auf das Immunsystem und das allgemeine Wohlbefinden auswirken
  • Nur sehr geringe Mengen nötig – perfekt für Hunde mit Gewichtsproblematik
  • Kann auch äußerlich auf der Haut und Fell angewendet werden

Nachtkerzenöl

  • Reich an Omega-6-Fettsäuren, wie Linolsäure und Gamma- Linolensäure
  • Für Immunsystem, Haut und Fell
  • Kann auch äußerlich auf der Haut und Fell angewendet werden
  • Nur sehr geringe Mengen nötig – perfekt für Hunde mit Gewichtsproblematik
  • Zur gezielten Ergänzung bei Mehrbedarf oder Mangel in der Ration

Leinsamenöl

  • Enthält mehr als 90% essentielle, mehrfach ungesättigten Fettsäuren
  • Wertvoller Lieferant der essentiellen Alpha-Linolensäure
  • Gutes Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-fettsäuren
  • Hohe Akzeptanz und Verträglichkeit für Ihren Vierbeiner
  • Unterstützend bei Fell-/ Hautproblemen, entzündlichen Gelenkserkrankungen
  • Zur Energieaufwertung der Ration
  • Ideal zur täglichen Fütterung

Lachsöl

  • Hoher Gehalt an wichtigen Omega-3-Fettsäuren, v.a. EPA und DHA
  • Kann sich positiv auf das Immunsystem & Wohlbefinden auswirken
  • Sorgt für ein glänzendes, seidiges Fell
  • Hohe Akzeptanz und Verträglichkeit
  • Ideal zur täglichen Fütterung, v.a. bei selbst zubereiteten Rationen

Hanföl

  • Optimales Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren
  • Reich an Linol- und Alpha-Linolensäure
  • Kann sich positiv auf das Immunsystem & Wohlbefinden auswirken
  • Sorgt für ein glänzendes, seidiges Fell
  • Hohe Akzeptanz und Verträglichkeit
  • Ideal zur täglichen Fütterung

Dorschlebertran

  • Reich an den Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA, Vitamin A und Vitamin D
  • Kann sich positiv auf das Immunsystem, Knochenbau & die Vitalität auswirken
  • Sorgt für ein glänzendes, seidiges Fell

Unterschiede in der Ölgewinnung machen Unterschiede in der Qualität!

© marilyn barbone „Mixed Herb Leaves“/fotolia.com | © volff „Olive oil flowing from carafe into the spoon“/fotolia.com | © Henry Bonn „Olive oil“/fotolia.com

Extraktionsverfahren

Bei der Herstellung von Ölen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Mitunter am häufigsten wird das sog. Extraktionsverfahren ind der Ölgewinnung angewendet. Mittels eines Lösungsmittels, meist technisches n-Hexan, wirtd das Pflanzenöl aus dem Zellverband herausgelöst. Anschließend klärt man die Öle wieder von den zugesetzten Mitteln. Dieses Verfahren bringt die weitaus höchste Ausbeute. Durch die chemische Extraktion und Klärverfahren gehen allerdings der typische Geschmack, die Farbe, das Aroma und essentielle Fettsäuren verloren.

Extrahierte Öle finden ihre Hauptnutzung als Bratöle, Fritierfette oder reine Geschmacksträger in fertigen Lebensmitteln.

Warmpressung

Als nächstes gibt es die Warmpressung von Öl bei welcher eine Kaltpressung voraus geht. Sie ergibt einen etwas geringeren Ertrag als bei der Extraktion, aber schon etwas intensiveres Öl. Hier sorgen hohe Temperaturen in Kombination mit hohem Pressdruck für eine Ausbeute von bis zu 85%. Dabei entstehen allerdings chemische Verbindungen im Öl, die zum Teil ungenießbar sind. Das so gewonnene Öl wird deshalb in einem weiteren Verarbeitungsschritt gereinigt.

Warmgepresstes Öl findet man im Supermarkt. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es sehr mild – geschmacksneutral ist und auch hier der Anteil an wichtigen Inhaltsstoffen eher gering ist.

Kaltpressung

Beim Kaltpressen wird, wie der Name schon verrät, versucht so kalt als möglich zu pressen, um möglichst viele natürliche Inhaltsstoffe und essentielle Fettsäuren zu erhalten. Dafür dürfen diese Öle , auch native Öle genannt, lediglich gefiltert und ggf. gewaschen werden. Dadurch bleiben sie meist etwas trüb und bleiben intensiv in Farbe und Geschmack. Kaltpressung erziehlt nur eine relativ geringe Ausbeute, was den höherern Preis erklärt. Dafür erhält man qualitativ hochwertige Öle mit vielen sekundären Pflanzeninhaltsstoffen und essentiellen Fettsäuren.

Merke: Bei diätätischer Nutzung sollte kaltgepresstes Öl sollte immer Vorrang gegenüber anderen Ölen haben.


Fazit

Mit dem richtigen Öl kann man seinem Tier etwas wirklich Gutes tun. Allerdings darf man nicht vergessen, dass viel Öl auch viel Energie/Kalorien bedeutet. Achte deswegen immer auf die tatsächlich nötige Menge, die dein Tier braucht. Genauso solltest du versuche deine Öle immer zügig zu verbrauchen und bis dahin dunkel, kühl und lichtgeschützt zu verwahren

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