T wie Trocken- oder Nassfutter

Die Auswahl an verschiedenen Futtern ist schier unbegrenzt. Für jeden Wunsch und jedes Bedürfnis scheint es die perfekte Wahl zu geben. Bevor es aber so weit ist stellt sich oft die Frage: Trockenfutter oder Nassfutter?

Was beide gemein haben

Sowohl Trocken- wie auch Nassfutter gelten meistens zu den sogenannten Alleinfuttermitteln. Steht dies auf der Verpackung so muss vom Hersteller garantiert sein, dass bei Fütterung der angegebenen Mengen alle wichtigen Nährstoffe ausreichend vorhanden sind. Diese Gewährleistung muss bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum bestehen bleiben. Das bedeutet, es muss nichts außer diesem einem Futter gefüttert werden, um das Tier täglich optimal zu versorgen. Ob ein Alleinfuttermittel wirklich hält was es verspricht ist sogar einer der Punkte, die bei Stiftung Warentest überprüft werden.
Bei Nassfutter gibt es zusätlich die Möglichkeit ein Einzelfuttermittel zu bekommen. Bei diesem handelt es sich um eine einzelne Komponente der Gesamtration(zB pures Rind o.ä.), es ist also zwingend nötig fehlende Komponenten wie alle wichtigen Nährstoffe, Fette/Öle und Kohlehydrate in der passenden Menge und dem passenden Verhältnis hinzu zu geben.

Die Unterschiede

Der Wassergehalt

Der wohl größte Unterschied liegt im Wassergehalt der beiden Futtermittel. Beim Trockenfutter darf dieser nicht über 14% liegen. Dadurch entsteht die lange Haltbarkeit von mindestens sechs Monaten, denn Bakterien und andere Verderbserreger brauchen Feuchtigkeit, um zu überleben und zu gedeihen. Nassfutter ist aus diesem Grund auch leicht verderblich und sollte nach dem öffnen kühl gelagert und schnell verbraucht werden.
Beim Thema Wassergehalt bekommt man oft zu hören, dass Trockenfutter schlecht für die Nieren sind. Ein gesundes Tier, welches normal trinkt, trägt keinen Schaden von einem guten Trockenfutter. Handelt es sich um ein unausgewogenes Futter mit exorbitant viel Protein und Phosphor – beides muss über die Niere ausgeschieden werden – so belastet dies mitunter die gesunde Niere unnötig. Bei einer vorgeschädigten Niere ist es fatal. Nierenpatienten sollten ausschließlich ein adäquates Nierenfutter (protein- und phosphorreduziert) fressen.

Die Fütterungsmenge

Auch dieser Unterschied hängt mit dem Wassergehalt zusammen. Feuchtfutter hat einen viel höheren Gehalt an Wasser, als Trockenfutter. Meistens um die 80 %. Zur Veranschaulichung: Der Hund frisst vom selben Futter 100 g trocken mit 14% Feuchtigkeit und 100 g nass mit 80% Feuchtigkeit. Damit nimmt er beim Trockenfutter 14g Wasser und 86g Futter, beim Nassfutter 80g Wasser und nur 15g Futter zu sich. Wasser macht bekanntlich nicht satt und liefert keine Nährstoffe und keine Energie. Daruas resultiert, dass für die selbe Menge an Energie/Nährstoffen  mehr Nassfutter nötig ist, als vergleichsweise bei Trockenfutter.

 

Mischen von Nass- und Trockenfutter

Prinzipiell ist es möglich sowohl Nass- als auch Trockenfutter zu geben. Es gibt allerdings ein paar kleine Dinge, auf die man achten sollte. Jedes Futter, ob nass oder trocken, ist im besten Fall in sich selber stimmig. Das heißt alle Nährstoffe und Komponenten sind in einem gewissen Verhältnis zu einander enthalten, so dass keine Imbalance entstehen. Gibt man jetzt eine neue Komponente hinzu, so verschieben sich diese Verhältnisse, oft zum Schlechteren. Um dies zu verhindern gilt: Beim direkten Verschneiden zweier verschiedener Futtermittel maximal 10% dazu geben. Also zu 100g Trockenfutter maximal 10g Feuchtfutter oder umgekehrt. Man kann auch zeitlich trennen. So ist es möglich morgens trocken und abends nass zu füttern. Aber Achtung: trotzdem muss die Gesamtration ausgewogen bleiben und alle Nährstoffe täglich ausreichend vorhanden sein. Wenn nur noch die Hälfte des Trockenalleinfutters gegeben wird und abends beispielsweise eine Dose pures Fleisch, so würde die Hälfe der nötigen Nährstoffe fehlen.

Fazit

Sowohl Trocken-, als auch Nassfutter sind für Hunde gut geeignet. Ob das eine oder das andere gegeben werden hängt von der persönlichen und der Vorliebe des Vierbeiners ab. In seltenen Fällen wird lieber auf das eine oder andere verwiesen, dabei handelt es sich aber nicht um pauschale Aussagen, sondern individuelle Entscheidungen. Wenn man sich nicht entscheiden will kann auch beides gegeben werden, wenn man auf Kleinigkeiten achtet.