Z wie Zucker

 In fast jedem steckt ein kleines Naschkätzchen. Süßspeisen haben es den meisten einfach angetan, viele können gar nicht genug davon bekommen, obwohl jedem bewusst ist: Zu viel Zucker ist natürlich nicht gesund. Auch Hunde finden “süß” mitunter gut. Woher weiß man nun was im Rahmen und was zu viel ist? Wie schaut es mit “verstecktem” Zucker aus und kann man nicht mit Süßungsmitteln Abhilfe schaffen?

Zucker ist ein chemischer Überbegriff für sogenannte Einfachzucker, wie auch schon im Beitrag über Kohlehydrate angesprochen.  Dort wurde auch erklärt, dass vieles aus Zucker aufgebaut wird. Kohlehydrate zb bestehen aus mehreren Zuckerbestandteilen zusammen. Bricht man hier alle Verbindungen bleiben verschiedene Einfachzucker übrig. Dasselbe gilt auch für die Zellulose, den pflanzlichen Gerüststoff.

Was passiert im Körper

Ein Unterscheid zwischen Einfach- und Mehrfachzuckern besteht im unterschiedlichen Abbau im Darm: von schnell (Einfachzucker), über langsam (Mehrfachzucker), oder gar nicht (unverdauliche Zellulose). Alles hat seinen Platz in der täglichen Ernährung. Schnell abzubauende Zucker dienen einer raschen Energiegewinnung und sind leicht vom Körper zu verstoffwechseln. Langsamere brauchen länger um aufgenommen und verarbeitet zu werden, sie dienen also einer kontinuierlicheren Energiezufuhr und lassen den Insulinspiegel nicht so rapide steigen und fallen. Gänzlich unverdauliche Zucker in Form von Zellulose (Fasern im Gemüse oder zB Flohsamenschalen) dienen der Regulierung des Darmes. Sie besitzen die Fähigkeit zu quellen und verändern die Passagezeit des Darminhalts.

Versteckter Zucker     

Es ist allseits bekannt, dass gewisse Lebens- und Futtermittel sehr viel Zucker enthalten und daher nur in Maßen gefüttert werden sollten. Allerdings gibt es auch jene, bei denen man nicht auf Anhieb damit rechnet. Wie schon erklärt bestehen Kohlehydrate aus vielen aneinandergereihten Einfachzuckern. Dementsprechend zählen stärkereiche Produkte (Kartoffeln, Nudel, Reis, Brot, Teigwaren, usw.) eher den zuckerreichen Vertretern.  Aber auch die Karotte enthält eine nicht unbeachtliche Menge Zucker (ein bis zwei Würfel). Auch Erbsen, rote Rüben, Kürbis oder Kichererbsen enthalten durchaus eine nennenswerte Menge.

Süßungsmitteln als Ersatz

Hier muss ein deutliches Nein stehen. Viele Süßstoffe, allem voran Xylit/Xylitol/Birkenzucker, sind für Hunde extrem giftig. Sie können diese nicht abbauen oder verstoffwechseln und bereits kleine Mengen (mehrere Kaugummis oder Bonbons) können schwere Vergiftungssymptome hervorrufen durch eine sehr starke Ausschüttung von Insulin, die wiederum zu lebensbedrohlichen Hypoglykämien (Abfall des Blutzuckerspiegels) führt. Zusätzlich kann es zu schweren Leberschäden bis hin zu einem tödlichen Leberversagen kommen. Unwissenheit und der häufige Einsatz dieser Süßungsmittel hatte zu einem deutlichen Anstieg an kranken Tieren geführt.

Fazit

Zucker in normalen Mengen ist keineswegs bedenklich. Zu viel ist, wie auch beim Menschen, eher schlecht und sollte vermieden werden. Unbedingt die Aufnahme von Xylit-haltige Produkten vermeiden und diese sicher verwahren.